2000 Euro in 15 Minuten verzockt: die Krux mit den Freemium-Spielen

1.3.2013 von
 

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1700 Pfund in nur 15 Minuten verzocken. Sowas gibt es nur im Kasino, oder? Falsch! Tatsächlich staunte ein Engländer nicht schlecht, als er eine iTunes-Rechnung in Höhe von rund 2000 Euro im Briefkasten liegen hatte. Der Übeltäter: sein fünfjähriger Sohn.


Was war passiert? Der kleine Danny Kitchen aus Bristol hatte seine Eltern um Erlaubnis gebeten, das kostenlose Spiel “Zombies vs. Ninjas” (iTunes-Link) herunterzuladen. Was soll schon dabei sein, dachte sich Greg Kitchen und überließ dem Sohn das iPad samt iTunes- Passwort. Doch die Kitchens staunten nicht schlecht, als am nächsten Tag die Mailbox mit Rechnungen von iTunes überflutet wurde, gestaffelt mit In-App-Käufen in Höhe von jeweils 69,99 Pfund.

Ingesamt sollte die Familie laut einem BBC-Bericht 1700 Pfund an Apple zahlen. Der kleine Danny hat nun einmal ziemlich oft auf den In-App-Kauf-Button gedrückt. Die Kitchens glaubten an einen Rechnungsfehler im System – und kontaktierten Apple direkt.

Der Konzern aus Cupertino zeigte sich extrem kulant. Nicht einen Cent musste die Familie schließlich zahlen. Und das, obwohl Apple mit seinem App Store nur als Vermittler auftritt. Von den In-App-Käufen behält der App-Store-Betreiber 30 Prozent ein, der Rest geht direkt an den Spielebetreiber.

Tatsächlich ist es nicht das erste Mal, dass Privatpersonen Opfer sogenannter Freemium-Spiele werden. Dabei ist das Szenario immer ähnlich: Anbieter locken mit kostenlosen Spielen für Kinder, die per In-App-Käufe virtuelle Währungen erwerben können. Damit lassen sich dann etwa mehr Waffen kaufen oder die eigene Siedlung schneller fertigstellen. Haben die Kinder einmal Zugriff auf das iTunes-Passwort der Eltern, genügt nur ein Klick und der Kauf innerhalb der App ist getätigt.

In-App-Kauf

Ein gravierendes Problem für den Konzern aus Cupertino. Denn obwohl die technische Verantwortung beim Spielebetreiber liegt, landen die Beschwerden bei Apple. Dannys Mutter Sharon erklärte gegenüber der BBC, dass Apple in diesem Fall fantastisch reagiert hätte. Danny hat nun vorerst iPad-Verbot.

Was können Eltern tun? Fakt ist: Sie müssen keine Angst haben, wenn Sie Ihrem Kind das nächste Mal das iPad oder iPhone zum Spielen in die Hand geben. Gegen übermäßige In-App-Käufe können Sie sich unter iOS 6 schützen. Rufen Sie dazu Einstellungen > Allgemein > Einschränkungen auf und klicken auf “Einschränkungen aktivieren”. Unter “Zulässiger Inhalt” lassen sich “In-App-Käufe” dauerhaft deaktivieren. Dann gibt es auch keine bösen Überraschungen, wenn die Kleinen mal wieder mit dem iPad gespielt haben.




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