Kurz vor der Quartalsbilanz: Forderung nach Rücktritt von Tim Cook

23.1.2013 von
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Kein normales Unternehmen: Heute Abend gibt Apple seine Quartalszahlen bekannt- und scheinbar geht es um alles. Im Handel hat der Konzern im vergangenen Jahr Rekorde gebrochen, doch lagen die Zahlen hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Nun legt die Presse CEO Tim Cook schon den Rücktritt nahe. Ein alter Bekannter soll übernehmen.


Im Vorfeld der anstehenden Quartalsergebnisse sind die Analysten nicht gerade optimistisch. Apple wird wohl keine neuen Verkaufsrekorde beim iPhone vermelden können. Dem vorangegangen waren Berichte, wonach man die Produktion des normalen iPads gedrosselt hätte. “Hat Apple seinen Zenit erreicht”, ist die Frage, die sich Anleger und die Wirtschaftpresse momentan stellen.

Bloomberg geht von einem Gewinnrückgang von rund zwei Prozent aus. Vor dem Hintergrund, dass Apple seit fast zehn Jahren mit jedem Quartal seinen Gewinn um zehn Prozent gesteigert hat, wären ein Rückgang ein fatales Signal an die Börse.

Und das kann Tim Cook momentan nicht gebrauchen: Seit dem September 2012 hat der Konzern 100 Milliarden Dollar an Wert verloren, der Aktienkurs fiel um zeitweise 29 Prozent. Gepaart mit Lieferengpässen bei iPhone, iPad mini und iMac war es alles andere als ein einfaches Jahr 2012 für Apple – und ein Ende in 2013 ist nicht in Sicht.

Für Apple bedeutet bei der Bekanntgabe der Quartalsbilanz kurz gegen 22.30 Uhr deutscher Zeit nur eines: Tod oder Gladiolen. Begeistert der Konzern aus Cupertino die Anleger? Oder sind die Verkaufszahlen endgültig ein Zeichen dafür, dass Samsung mit seinem rund 80 Smartphone-Modellen und vielen Tablets die Zukunft im Mobile-Segment gehört?

Das glaubt zumindest Forbes-Autor Peter Cohan, der harte Worte für das findet, was angesichts weiter sinkender Kurse viele Anleger denken dürften: Apple soll Tim Cook absetzen. Die Entwicklung neuer, innovativer Produktkategorien sei mit Steve Jobs gestorben. Cook hingegen ist der Fachmann Lieferketten und Logistik.

Einen Nachfolger schlagt Forbes prompt vor: Jonathan Ive, enger Vertrauter von Jobs und der Mann, der den Apple-Produkten ihr Aussehen gibt. Vor allem ist der gebürtiges Brite ein Visionär mit einem Auge für großartiges Design.

Aber ob er ein Multimilliarden-Dollar-Unternehmen führen kann? Und ob er es wollen würde? Cook wird zweifelsohne noch lange CEO von Apple bleiben.




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