Gemischte Kritiken zur Premiere von “jOBS” mit Ashton Kutcher

28.1.2013 von
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Viel wurde im Vorfeld über ihn diskutiert, jetzt feierte der Indiefilm “jOBS” auf dem Sundance Festival Premiere. Die Kritiken zum neuen Film mit Ashton Kutcher als launisch-genialer Apple-Gründer fallen recht unterschiedlich aus. Eine Presseschau.


“Gemessen an der historischen Vorlage fühlt sich der Film enttäuschend seicht an”, erklärt Casey Newton von CNET. “In den frühen Jahren mussten Jobs’ Kollegen unter einem Mann leiden, der schlect roch, oft weinte, permanent schrie, Deadlines verpasste und Budgets um Millionenbeiträge überzog. (…) Darin findet sich ein großes Drama, das sich allerdings nicht im zuckersüßen ‘jOBS’ wiederspiegelt.”

Der Hollywood Reporter findet den Film “passabel unterhaltsam”, attestiert ihm aber keine stylistischen Höhenflüge.

Cinema Blend formuliert es weitaus drastischer: “Nach zehn Jahren Sundance Festival mit Filmen, die mit der gängigen Hollywood-Formel brechen, ist es ermüdend, Joshua Michael Stern dabei zuzusehen, wie er mit einem überwältigenden Soundtrack und sanfter Beleuchtung eine Firmenpräsentation erschaffen hat.”

The Verge geht nicht so hart mit “jOBS” ins Gericht: “Wie zu erwarten war, nimmt sich der Filme einige Freiheiten, besonders bei der Ausarbeitung einiger Charaktere – aber die Rolle von Steve Jobs überzeugt.” Es sei keine Geschichtsstunde und auch keine Parabel über den menschlichen Geist. “Es ist ein guter Film, der aber auf Nummer sicher geht.”

Hintergründe zum Dreh fördert USA Today zu Tage. So hätte sich Kutcher in Vorbereitung auf die Rolle auf eine Frutarierdiät eingelassen, wie sie Jobs lange Zeit eingehalten hat. Allerdings mit verheerenden Folgen: Mit enormen Schmerzen sei er kurz vor Drehbeginn ins Krankenhaus eingeliefert worden. Seine Leberwerte seien völlig durcheinander gewesen.

Die wohl fairste Kritik zum Film, der am 19. April offiziell anlaufen soll, kommt von TheNext Web. Dort schreibt Matthew Panzarino, dass der Film trotz einiger Abzüge wegen geringem Budget einen guten Eindruck macht. Wer keine 1:1-Umsetzung der offiziellen Biographie des Apple-Gründers erwartet, bekomme einen guten Film geliefert.

Sorkin-Verfilmung steht noch aus

Eine stärkere Orientierung am Buch verspricht Aaron Sorkins Jobs-Verfilmung zu werden. Der Hollywoodstreifen soll insgesamt nur über drei Szenen spielen. ”Sie spielen alle in Echtzeit. Es gibt keine Zeitsprünge”, erklärte Sorkin Mitte November gegenüber dem Daily Beast. Die Szenen sind jeweils auf 30 Minuten angesetzt und spielen kurz vor den großen Keynotes des Macintosh, des NeXT Computers und des iPods.

Was sich ungewöhnlich anhört, dürfte dem Großmeister des modernen Kinos aber bestimmt gelingen. Mit Meisterwerken wie “West Wing” oder “The Social Network” hat die Drehbuch-Ikone bewiesen, dass niemand so gut Geschichten über Helden schreiben kann, die ausgeprägte Schattenseiten besitzen.

Während das Drehbuch schon in Arbeit ist, scheint die Besetzung noch absolut offen. Heiße Favoriten für die Rolle des Steve Jobs sind laut Fachpresse die „Emergency Room“-Kollegen Noah Wyle und George Clooney.

Wyle und Clooney kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei der Serie „Emergency Room“ („ER“), wo sie beide jahrelang Hauptrollen spielten. Der 50 Jahre alte Clooney mag Aufgrund seiner vielen Rollen eine größere Bekanntheit haben, aber der zehn Jahre jünger Wyle hat einige nicht zu verachtende Vorteile auf seiner Seite.

Wyle hat Steve Jobs bereits 1999 in dem Film „Pirates of Silicon Valley“ (Deutsch: „Die Silicon Valley Story“) gespielt. Obwohl Jobs den Film hasste, engagierte er den Schauspieler im gleichen Jahr als Kurzzeit-Double für seine Keynote auf der Macworld-Messe. Im Gespräch mit dem Fortune-Blog war Wyle der Rolle nicht abgeneigt. Im Gegenteil: Er würde dafür sogar seine Eckzähne geben…

(via)




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