iPhone 6, iPad mini 2, iOS und Co.: Das sind Apples Baustellen für 2013

2.1.2013 von
 

Apple Campus 2

Auch wenn die Quartalszahlen noch auf sich warten lassen: 2012 hat es gut gemeint mit Apple. Umso höher sind die Erwartungen für 2013. Nicht alles lief glatt im vergangenen Jahr. Diesen Themen müssen sich Tim Cook und sein Team in diesem Jahr widmen.


iPad mini 2: HD muss her

Der Formfaktor des iPad mini ist genial. Klein und leicht genug, um es in einer Hand zu halten, und dabei doch nicht zu klein. Allerdings trübt das Display den Eindruck. Zumindest bei jedem, der schon einmal auf ein Retina-Display beim iPad 3 oder 4 geblickt hat. Schon klar: Apple musste das Momentum nutzen, das Mini-Tablets von Amazon, Samsung und Google so populär machte.

Es war schlicht keine Zeit mehr, in großen Chargen HD-Mini-iPads zu produzieren – oder man hätte Käufer an die Konkurrenz verloren. Doch für 2013 steht fest: Das iPad mini braucht ein Retina-Display. Stimmen die Gerüchte, müsste die Pixeldichte sogar noch höher sein als beim iPad 3 oder iPad 4. Warum? Ganz einfach: Apple will nicht, dass die Entwickler drei Versionen von Apps programmieren: eine normale Version, eine HD-Variante und dann noch eine iPad-mini-Zwischenlösung. Deswegen muss Apple beim iPad mini die Auflösung in Höhe und Breite verdoppeln.

Da das Display mit 7,9 Zoll genau 1,8 Zoll kleiner ist als der großen Apple-Tablets wäre bei identischer Auflösung die Pixeldichte um einiges höher. Der Haken: Ein solches Display braucht mehr Beleuchtung und eine stärkeren Prozessor, der die Mehrzahl an Pixeln auch mit Daten versorgen kann.

Sowohl das iPad 3 als auch das iPad 4 waren aus diesen Gründer dicker als die Vorgänger. Laut Digitimes will Apple beim nächsten großen iPad nur noch eine Leuchtleiste verbauen, um an die schmale Bauweise des iPad mini anzuknüpfen. Seit einiger Zeit ist als Bildschirm ein IGZO-Display von Sharp im Gespräch.

Die nächste Stufe: Macbooks mit Retina-Display

Apple führt die hochauflösenden Displays sukzessive in allen Produktreihen ein. Zuerst beim iPhone, dann beim iPad und schließlich beim Macbook Pro. Doch die erfolgreichste Mac-Sparte blieb bislang außen vor: die “normalen” Macbooks. Im Juni 2013 soll sich das ändern. Dann könnte Apple laut Digitimes eine optisch unveränderte, aber technisch verbesserte Produktreihe vorstellen: mit stärkeren Grafikchips und Retina-Displays. Fraglich ist allerdings noch, ob Apple aufgrund der teuren Bildschirme auf geringere Gewinnmargen setzt oder die Preise für die Macbooks wie schon bei den Pro-Modellen anheben wird.

iOS: mehr Features, weniger Design-Durcheinander

iOS 6 Maps auf iPhone und iPad
Scott Forstall hat vor seinem Rücktritt als Chef des mobilen Betriebssystems iOS den Laden ordentlich vor die Wand gefahren. Während Android und Windows Phone 8 mit interessanten Features trumpften, gerieten die vorweg hochgelobten Apple Maps zur Mapokalypse, für die sich CEO Tim Cook schließlich entschuldigen musste. Design-Guru Jonathan Ive, nun Leiter der konzernübergreifenden Sparte Human Interface, hat eine große Aufgabe vor sich: Der Look von iOS muss cleaner, apple-typischer werden. Noch wechseln sich gute Designs mit Casino-Flair (Game Center), Leder-Optik (Kalender) Schulheftlook (Notizen) ab.

Zulieferer: verbesserte Produktion, weniger Gerüchte

Wir hatten es in unseren Berichten bereits erwähnt: Apple ist 2012 ein Opfer seines Erfolges geworden. Zu groß war der Run auf iPhone 5 und iPad mini – die Wartezeiten verlängerten sich teils auf mehrere Wochen und Monate. Der Frust bei vielen Fans sitzt tief. Die Probleme sind aber noch weitreichender: Wegen der sowieso schon hohen Stückzahlen muss Apple mit einem Vorlauf von mehreren Monaten bis zu einem halben Jahr seine Geräte produzieren.

Hunderttausende arbeiten in Fernost bei Zulieferern wie Foxconn und liefern Techblogs damit genug Quellen, um schon vor dem Launch wichtige Details an die Öffentlichkeit dringen zu lassen. Die Zeit der Geheimhaltung ist spätestens seit 2012 vorbei. Sei es drum: Apple muss künftig gewährleisten, dass solch hohe Wartezeiten besser ausbleiben. Ansonsten dürften sich viele Kunden es anders überlegen und lieber ein Konkurrenzprodukt wählen, das verfügbar ist.

iTV: das nächste große Ding?

Das Wall Street Journal, die New York Times, Analysten und Techblogger: Alle sind sie sich sicher, dass der Apple-Fernseher nun doch endlich kommt. Die Test-Produktion soll bereits angelaufen sein. Nach einem 2012, das für Apple zwar extrem erfolgreich verlief, aber Kritikern als wenig innotativ erschien, könnte das iTV das “next big thing” aus Cupertino werden. Praktisch hat Apple schon alles bereitliegen, was ein smartes TV-Konzept im Jahr 2013 braucht: eine Software (iOS), eine Mediathek (iTunes) und die Hardware (Apple TV).

Was fehlt, ist noch ein zuverlässiger Zulieferer für hochauflösende TV-Displays. Und hier kommen Sharp und Foxconn ins Spiel, die seit einiger Zeit in Sachen Riesenfernseher kooperieren. Auch wenn Apple sich zu derlei Gerüchten nicht äußert: Ein richtiger Aha-Effekt wie einst beim ersten iPhone oder dem ersten iPad würde der Apple-Fangemeinde gut tun.

iPhone 6: Nachfolger des Bestsellers erwartet

Konzept-Entwurf für das iPhone 6, das iPhone 5S soll ja wie das iPhone 5 aussehen.

Kein anderes Produkt ist neben dem iPad so verbunden mit den Namen Apple wie das iPhone, das 2012 alle Verkaufsrekorde brach. Statt Revolution setzt der Konzern aus Cupertino bei seinem Bestseller auf Evolution: dünnere Bauweise, größeres Display, weniger Gewicht. Kurios: Obwohl sich das Smartphone gut verkauft, mehrt sich die Kritik am mangelnden Innovationswillen des Unternehmens. Ist das gerechtfertigt? Zumindest 2013 steht Apple einmal mehr in der Pflicht, mit dem nächsten iPhone einen würdigen Nachfolger für das iPhone 5 abzuliefern.




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