Amazon optimiert seinen MP3-Store für iPhone und iPad

18.1.2013 von
 

Der weltgrößte Buchhändler tritt in direkte Konkurrenz zum iTunes Store: Amazon hat seinen MP3-Shop für iPhone und iPad optimiert und mit mehr Features ausgestattet. Dank eines Tricks umgeht das Internet-Kaufhaus dabei auch noch die 30 Prozent Umsatzbeteiligung an Apple.


Im seit fast zwei Jahre andauernden Streit um den Namen App Store hat ein Gericht gerade erst Schlichtungsgespräche zwischen Amazon und Apple angeordnet, da sorgt der Versandhändler wieder für Ärger in Cupertino. Das Unternehmen hat seinen MP3-Shop mit 22 Millionen Songs für die Darstellung und Benutzung auf dem iPhone und dem iPad optimiert.

Amazon hat keine App für iOS geschrieben, sondern seinen MP3-Store in HTML5 programmiert. Er startet in Safari nach Eingabe von www.amazon.com/mp3 auf den iOS-Geräten – vorerst jedoch nur in den USA.

Amazon MP3 Store auf dem iPhone.

Die Einkäufe überträgt der Shop direkt in den persönlicher Cloud-Player mit seinem fünf Gigabyte großen Gratisspeicher, der durch die Musik aber nicht belastet wird. Durch die Umgehung des App Store muss das Online-Kaufhaus die 30 Prozent Provision nicht zahlen, die Apple bei Verkäufen in einer App verlangt.

Amazon Cloud Player und AutoRip

Amazon hat mit dem Amazon Cloud Player bisher schon eine iOS-App angeboten. Bei dieser handelt es sich allerdings nur um einen Musikplayer für die im Cloudspeicher des Unternehmens gelagerte Musik. Neue Songs oder Alben ließen sich über die Anwendung nicht kaufen.

Mit dem neuen Angebot wird der MP3-Store von Amazon für Kunden in den USA und Kanada noch interessanter. Erst vor kurzem hat Amazon mit AutoRip ein Angebot gestartet, das vor allem CD-Käufern zugute kommt. Der Dienst gewährt kostenlosen Zugriff auf die Songs der von ihnen gekauften CDs in digitaler Form – rückwirkend bis 1998. Der Online-Händler wirbt unter anderem damit, einige Alben dadurch als Kombination aus CD und MP3-Download günstiger anzubieten als iTunes.

Apple wird das nicht unbedingt freuen. Aber wie heißt es so schön: Konkurrenz belebt das Geschäft.




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