Windows 8 zwingt Apple zu Revolution statt ständiger Evolution

26.10.2012 von
 

Microsoft Surface mit Touch Cover und der RT-Version von Windows 8

Windows 8 ist da und lockt Microsoft-Nutzer mit einem günstigen Preis. Das Betriebssystem hat zusammen mit der neuen Hardware das Potenzial, dem iPad und anderen Apple-Produkten in Sachen Zukunftsfähigkeit, Style-Faktor und Bedienbarkeit den Rang abzulaufen. Aus Cupertino muss langsam mal wieder eine Revolution statt ständiger Evolutionen
kommen.


Windows-Umstieg für 29,99 Euro, eine milliardenschwere Werbekampagne und ein harter Umbruch: Microsoft setzt voll auf Windows 8. Das Desktop-Betriebssystem ist für die Benutzung auf Touchscreens designt und eignet sich dementsprechend für Tablets. Der alte Windows-7-Desktop ist nur noch ein Beiwerk für alte Programme und die Gewohnheitstiere unter den Nutzern. Es ist ein Schritt, der Apple mit der ständigen Annäherung von iOS und OS X schon länger unterstellt wird, aber bis heute nicht vollständig erfolgt ist.

Gekachelter Touchscreen

Die Kacheln von Windows 8 mögen für viele Nutzer zuerst ungewöhnlich erscheinen, aber man kann sich schnell an sie gewöhnen und mit dem richtigen Gerät vermisst man Tastatur und Maus nur selten. Sowohl die Surface-Tablets von Microsoft als auch die Ultrabooks und All-in-One-Computer der anderen Hersteller wirken überwiegend gelungen und hochwertig. Sie scheinen zudem ähnlich gut auf das Betriebssystem abgestimmt zu sein wie iMac, iPad und Co..

Microsoft Surface und das iPad

Im nächsten Jahr legt Microsoft mit dem Surface Pro nach, das etwa einem iPad mit Mountain Lion entspricht. Das Tablet ist zwar teurer als das iPad und das ab sofort verfügbare Surface mit Windows RT, entspricht mit der Pro-Version von Windows 8 aber einem vollwertigem Rechner. Windows RT könnte allerdings für Frust bei einigen Nutzern sorgen. Entgegen der bisherigen Windows-Gepflogenheiten lassen sich keine Programme aus externen Quellen sondern nur aus dem Windows-AppStore installieren.

Auf Windows 8 folgt des Surface Phone

Microsoft scheint gefallen an eigener Hardware gefunden haben. Zumindest kündigte Firmenchef Steve Ballmer in einem Interview mit der BBC weitere Microsoft-Geräte an. Ganz oben auf der Gerüchteliste steht ein Surface Phone mit Windows Phone 8. Danach klafft aber ein großes Loch. Nach dem Zune-Debakel ist ein weiterer MP3-Player unwahrscheinlich – und der Markt außerdem nicht mehr sonderlich groß. Bei Desktop-Rechnern läuft der Windows-Konzern zudem Gefahr, es sich mit seinen bisherigen Geschäftspartnern zu verscherzen.

Wir sind gespannt, wie Apple iOS und OS X weiter miteinander verschmelzen wird, und wann der erste iMac touch erscheint. Externe Tastaturen für das iPad, die es in einen Surface-ähnlichen Tablet-Notebook-Mix verwandeln, sind schon lange erhältlich. Es bleibt interessant abzuwarten, ob das Surface Pro Apple in Zugzwang bringt, ein vergleichbares Tablet mit OS X auf den Markt zu bringen.

Vermutlich werden sich CEO Tim Cook und das Management in Cupertino die Entwicklung der Windows-Tablets ganz genau ansehen. Eine Spitze gegen Redmond feuerte Cook ja schon beim Conference Call am Donnerstag ab: “Das Surface ist verwirrend – wie ein Auto, das fliegt und schwimmt.” Na, wenn das nicht gesessen hat!




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