iOS 6: Apples verstecktes Tracking-Tool finden und deaktivieren

15.10.2012 von
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Apples neues mobiles Betriebssystem bringt einige spannende Neuigkeiten mit sich: auch für Werbetreibende. So gibt Apple unter iOS 6 auf Anfrage anonymisiert Nutzungsdaten aus Browser und Apps weiter an Firmen, die so noch genauer Werbung schalten können. Dieser “Service” ist standardmäßig aktiviert und im System gut versteckt. So deaktivieren Sie das “Cookiemonster”.


Genau genommen handelt es sich tatsächlich um eine Art “Cookie”, mit dem Apple arbeitet. Er heißt “Identifier for Advertisers”, kurz IFA. Dabei ordnet Apple einem iOS-Device eine zufällig generierte Nummer für eine bestimmte Zeit zu. Über diese Nummer können Werbetreibende zielgruppengenau Werbung auf Ihrem Gerät ausspielen. Letzten Endes funktionieren so auch Cookies.

Die Idee dahinter: Firmen bekommen einen guten Einblick in das Surf- und Kaufverhalten von Nutzern, die sie mit Werbung ansprechen wollen. Und das anonymisiert. Eigentlich ein guter Ansatz. Wenn denn Apple die Nutzer auch darüber informieren würde, dass so etwas mit ihren Daten passiert.

Denn ärgerlicherweise ist das Feature standardmäßig aktiviert. Und das Untermenü versteckt sich extrem gut in den Einstellungen. Rufen Sie Einstellungen > Info auf, scrollen Sie nach unten und klicken auf “Werbung”. Aktivieren Sie den Modus “Ad-Tracking beschränken”.

Fortan können etwa Apps nicht mehr mit Ihrer Tracking-ID arbeiten. Nach eigenen Angaben macht Apple es zur Pflicht für alle Anwendungen im Appstore, bei der Ausspielung von Werbung auf das neue Ad-Tracking zu setzen.

Nochmal: Die Tatsache, dass Apple Appstore-weit die Möglichkeit schafft, anonymisiert zielgruppengenaue Werbung zu schalten, ist löblich. Nicht gelungen ist allerdings die Tatsache, das Feature in den Tiefen des Systems zu verstecken und es standardmäßig zu deaktivieren, anstatt den Nutzer bei der Einrichtung des Geräts aufzuklären und ihn vor die Wahl zu stellen.

(via)




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