Skurril: iPad verbraucht weniger Strom als eine 60-Watt-Glühbirne

25.6.2012 von
 

Dank des “Electric Power Research Institute” (EPRI) wissen wir jetzt, dass der Stromverbrauch bestimmt kein Argument gegen den Kauf eines iPads ist. Und dennoch braucht es zwei Kraftwerke, um Apples Tablet mit Energie zu versorgen. Warum das iPad die Stromrechnung nicht in die Höhe schnellen lässt, aber weltweit ordentlich ins Gewicht fällt.


Bevor sich jetzt Panik breit macht: Angesichts der Gesamthöhe der Stromrechnung und des Preises des iPads, fallen die Kosten für das tägliche Aufladen gering aus. Das EPRI hat gemessen, dass ein Verbraucher, der sein Tablet jeden Tag auflädt, in einem Jahr zwölf Kilowattstunden hierfür verbraucht. Legt man den durchschnittlichen Strompreis von 25,74 Cent pro Kilowattstunde in Deutschland zugrunde, ergeben sich jährliche Kosten von 3,08 Euro. Das Mess-Institut gibt für die USA sogar noch einen deutlich günstigeren Jahrespreis von 1,36 US-Dollar ein.

Mit diesem Jahresverbrauch gehört das iPad zu den elektronischen Gadgets mit geringem Stromverbrauch. Dem EPRI zufolge verbraucht ein 42 Zoll großer Plasmafernseher zum Beispiel 358 Kilowattstunden pro Jahr. Ein nicht näher spezifizierter Laptop soll 72,3 Kilowattstunden verbrauchen und eine 60-Watt-Glühbirne immer noch 14 Kilowattstunden. Das iPhone 3G benötigt mit 2,2 Kilowattstunden pro Jahr aber deutlich weniger Strom als das iPad.

Zwei Kraftwerke nur für iPads

Aber ist gibt ja nicht nur ein iPad auf der Welt sondern Millionen. Das EPRI hat errechnet, dass alle iPads der Welt zusammen 590 Gigawattstunden Strom in einem Jahr zum Aufladen ihres Akkus benötigen. Sollte sich die Zahl der iOS-Tablets in den nächsten zwei Jahren verdreifachen, müssten, alleine um sie aufzuladen, zwei Kraftwerke mit einer Leistung von jeweils 250 Megawatt Strom erzeugen. Bei einer Vervierfachung wären es sogar drei Kraftwerke. Diese Zahlen beziehen sich aber nur auf das iPad 2. Mark McGranaghan von EPRI erwartet durch das neue iPad mit Retina-Display einen wachsenden Stromverbrauch – von bis zu 65 Prozent mehr pro Jahr ist die Rede.

Stromfresser ausschalten

Die Stromkosten für das iPad mögen niemanden in den Ruin stürzen, aber trotzdem lohnt es sich bei dem Tablet auf den Stromverbrauch zu achten. Schließlich gibt es nichts ärgerliches als ein Gadget, das sich im falschen Moment mit einer leeren Batterie ausschaltet.

Die GPS-Ortung sowie dauerhafte UMTS-, WLAN- und Bluetooth-Verbindungen mögen zwar praktisch sein und das iPad immer auf dem aktuellen Stand halten. Doch für den Akku sind sie Gift. Im Sinne einer längeren Laufzeit lohnt es sich, die entsprechenden Module bei Nicht-Bedarf auszuschalten.




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