Codename “Buffy”: Facebook kauft Ex-Apple-Mitarbeiter für eigenes Smartphone ein

27.5.2012 von
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Guillaume Paumier / Wikimedia Commons, CC-by-3.0

Die aus Cupertino müssen’ s schon wissen: Facebook hat nach einem Bericht der New York Times mehr als ein halbes Dutzend ehemalige Apple-Mitarbeiter angestellt, die am iPad mitentwickelt haben. Das Social Network will mehr als nur eine App sein. Amazon hat gezeigt, wie gut das funktioniert.


Zum iPad-Killer hat es bei Amazons Kindle Fire noch nicht gereicht. Dennoch hatte das Tablet einschlagenden Erfolg. Ein Grund mehr für Facebook, erneut in Sachen eigenes Device tätig zu werden. Frühere Versuche waren offenbar gescheitert, weil das Social Network selbst keine Hardware bereitstellen konnte.

Voll integriert in den Facebook-Kosmos

Das soll sich ändern. Die Digitimes berichtete vor wenigen Tagen, dass Mitarbeiter von Facebook offenbar in Gesprächen mit HTC wegen eines Smartphones seien, mit einer für das Social Network maßgeschneiderten Plattform. Nun berichtet die New York Times, dass Facebook außerdem mehr als halbes Dutzend Ex-Apple-Angestellte für ein Projekt namens “Buffy” eingestellt hat.

Für das Social Network geht es darum, Geld zu verdienen. Der Börsengang ist Geschichte, jetzt müssen neue Erlösquellen her. Wie man Hardware an ein bestehendes Ökosystem andockt, haben bereits Apple und Amazon gezeigt. Ein Tablet, mit dem sich Facebook-Apps nutzen ließen, hätte dabei durchaus seinen Reiz.

Dazu passen auch die Gerüchte, dass Facebook an dem Browser Opera interessiert ist. Ein Gerät mit voll integrierter Software und sozialen Browser wäre für das Social Network immerhin die perfekte Möglichkeit, die Internetnutzung auf solch einem Device voll auf das eigene Ökosystem an Apps und Services abzustimmen.

Über 900 Millionen potenzielle Kunden

Nicht umsonst hat das Unternehmen eine Milliarde in das Bildernetzwerk Instagram investiert und erst vor wenigen Tagen eine eigene Kamera-App gelauncht. Laut New York Times sollen die Ex-Apple-Mitarbeiter für Facebook die Form, das Aussehen und die technischen Spezifikationen des geplanten Smartphones in enger Zusammenarbeit mit einem Hersteller absprechen.

Wer auch das Gerät produzieren mag: Apple selbst dürfte diese Entwicklung durchaus interessieren. Immerhin verfügt Facebook über 900 Millionen Nutzer. Rund 500 Millionen greifen mobil auf das Social Network zu – eine Menge potenzieller Kunden.

(via)




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