Geld zurück von Apple: Kunden können LTE-Version des iPads abgeben

28.3.2012 von
3

Das LTE-Modem im neuen iPad entwickelt sich außerhalb der USA immer mehr zu einem Ärgernis für Apple. In Deutschland machte sich Enttäuschung breit, als klar wurde, dass man mit dem Tablet nicht ins 4G-Netz kommt. In Australien nimmt Apple jetzt sogar die iPads von gefrusteten Kunden zurück und erstattet den Kaufpreis.


Die Rücknahmeaktion in Australien hat eine Vorgeschichte: Die Verbraucherschützer der Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) hatten Apple zuvor aufgefordert, mit Aufklebern auf der Verpackung und deutlichen Hinweisen bei der Werbung potentielle Käufer darauf aufmerksam zu machen, dass das iPad in Australien keinen Zugang zum 4G-Netz hat.

Werbung nur mit deutlichen Hinweis auf Einschränkung

Einem Bericht des Sidney Morning Herald zufolge hat Apple Australia sich bereit erklärt, zumindest an den Verkaufsstellen Aushänge zu machen. Bis zum 5. April hätten auch alle nicht direkt zu Apple gehörenden Händler Werbematerial enthalten, auf dem zu lesen steht: “This product supports very fast cellular networks. It is not compatible with current Australian 4G LTE networks or WiMax networks.”

Zudem will Apple alle Käufer des neuen iPad per E-Mail anschreiben und sie darauf hinweisen, dass das Tablet nicht über das LTE-Netz des Landes online gehen kann. Kunden, die sich getäuscht fühlen, will Apple anbieten, dass sie ihr iPad zurückgeben können und den Kaufpreis erstattet bekommen.

Klage gegen 4G im Produktnamen

Die Verbraucherschützer von der ACCC sind sogar schon vor Gericht gezogen. Sie wollen Apple verbieten das Tablet unter der Bezeichnung “iPad with WIFI + 4G” zu verkaufen. Diese lege nahe, dass das Gerät im australischen LTE-Netz funktioniere und täusche damit die Verbraucher.

Ob die Geld-zurück-Aktion auch für sich getäuscht fühlende Kunden in Deutschland gilt, ist noch unklar. Eine entsprechende Anfrage von m-magazin.net hat Apple bisher nicht beantwortet.




Keine News und Story auf m-magazin.net verpassen!

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter, Pinterest
oder abonnieren Sie unseren YouTube-Kanal oder RSS-Feed!


Mehr zum Thema