Java-Sicherheitslücke: Trojaner Flashback G. befällt Macs

27.2.2012 von
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Eine neue Variante des Flashback-G.-Trojaners macht sich momentan auf Macs breit. Die Malware nutzt dabei eine Sicherheitslücke bei Macs mit Snow Leopard aus, die nicht ihr Java-Paket aktualisiert haben. m-magazin erklärt, woran Sie die Schadsoftware erkennen und wie Sie Ihr System sicher machen.


Wer seine Java-Installation derzeit nicht auf die aktuellste Version upgedatet hat, setzt seinen Mac einer unnötigen Gefahr aus. Der Trojaner Flashback G. nutzt eine Sicherheitslücke in Safari in Verbindung mit veralteten Java-Paketen. Besucht ein Nutzer eine Webseite mit entsprechendem Schadcode, kann sich die Malware ungefragt auf dem Rechner installieren.

Ist das der Fall, lädt der Trojaner ohne Wissen des Nutzers sensible Informationen auf Server von Hackern. Darunter die Login-Daten für Google, PayPal und eBay. Nachdem Flashback sich als “*.so”-Datei auf dem Rechner versteckt hat, manipuliert der Trojaner alle webfähigen Programme, was in vielen Fällen zum Absturz führen kann. Intego hat in seinem Blog zusammengetragen, an welchen Stellen im System sich der Trojaner versteckt.

Der Trojaner gaukelt dem User vor, es handle sich um ein Apple-Zertifikat. Und obwohl der Browser anzeigt, dass dieses Zertifikat nicht vertrauenswürdig ist, dürften viele User unbedarft auf “Fortfahren” klicken.  Der Antiviren-Softwarehersteller Intego rät Nutzern dazu, die Java-Installation des Macs umgehend auf den neuesten Stand zu bringen. Die Installationsdateien für das Update finden Sie hier.

Interessanterweise wird Flashback G. gar nicht erst aktiv, wenn es eine Antiviren-Software auf dem Mac entdeckt. Deswegen sollten Sie eine Antiviren-Software nutzen und darauf achten, Ihr Mac OS stets auf den neuesten Stand zu bringen. Denn sonst gilt einmal mehr: Die größte Schwachstelle eines Systems sitzt vor dem Bildschirm.

Gerade während unserer Arbeit sind wir darauf angewiesen, Mail-Anhänge zu öff nen und Dateien mit anderen auszutauschen. Oft verbergen sich hinter vermeintlichen Bildern Trojaner. Dass diese auf Ihrem Rechner ihr Unwesen treiben, merken Sie nur, wenn Sie eine Anti-Virensoftware installiert haben.

Denn im Gegensatz zu einem Virus, das gezielt Teile eines Systems lahmlegen will, operiert der Trojaner verdeckt, um beispielsweise unbemerkt über ihre Mailadresse Spam zu versenden oder sich in ein Botnetz einzuklinken und andere Webseiten lahmzulegen. Tun Sie also sich und Ihren Kollegen und Freunden einen Gefallen, und legen Sie Schadsoftware einen Riegel vor. Denn auch der schönste Apfel ist vor Würmern nicht gefeit!

 




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