Drei Kindle sind ein iPad: Amazon vergleicht Äpfel mit Birnen

13.2.2012 von
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Kindle FireIn seinem neuesten Kindle-Werbespot stellt Amazon einen gewagten Vergleich auf: Für den Preis des günstigsten iPads bekäme der Kunde zwei Kindle Fire und einen Standard-Kindle. Die Rechnung ist zwar – in den USA – korrekt, doch trotzdem: Es ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen.


Rechnen können wie Werber von Amazon: In den USA kosten zwei Android-Tablets Kindle Fire je 199 US-Dollar und der normale E-Book-Reader Kindle 79 Dollar. Macht zusammen 477 Dollar, 22 Dollar weniger als das iPad in der günstigsten Version.

Doch sowohl die Ausstattung der Geräte als auch ihr Einsatzzweck fallen sehr unterschiedlich aus. Der kleine Kindle ist mit seinem E-Ink-Display als Lesegerät für Bücher natürlich unübertroffen. So augenfreundlich kann man auf keinem Tablet lesen. Doch mehr als ein Ersatz für gedruckte Bücher ist das Gerät nicht.

Zwei sehr unterschiedliche Tablets

Das Kindle Fire ist zwar wie das iPad ein Tablet, doch in Sachen Verarbeitung und Technik unterscheiden sie beide Geräte massiv – und das nicht nur wegen der unterschiedlichen Betriebssysteme iOS und Android. Das Amazon-Tablet steckt in einem Kunststoffgehäuse, und der sieben Zoll große Touchscreen weist mit 1.024 x 600 Pixeln einige Bildpunkte weniger auf. Der acht Gigabyte große Speicher lässt sich nicht erweitern – nur über Cloud-Speicher für die Amazon-Inhalte.

Alu-Gehäuse, größerer Speicher, besserer Akku und zwei Kameras

Beim iPad lässt sich der Speicher zwar auch nicht im Gerät erweitern, aber er fällt ab Werk größer aus. Apple steckt sein Tablet in ein edles Aluminium-Gehäuse und verwendet einen 9,7 Zoll großen Touchscreen mit 1.024 x 768 Pixeln. Neben WLAN stehen auch Bluetooth, zwei Kameras, ein leistungsstärkerer Akku und optional auf UMTS zur Verfügung.

Bei den angebotenen Inhalten ähneln sich das iPad und der Kindle Fire dagegen sehr. Sowohl bei Amazon als auch im iTunes Store steht ein großes Angebot an Musik, Filmen und E-Books zur Auswahl – nur bei den Apps hat Apple eindeutig die Nase vorn.

In Deutschland geht die Rechnung nicht auf

Doch in Deutschland bleibt diese Diskussion so lange theoretisch bis Amazon sein Kindle Fire auch hierzulande verkauft – und dann könnte die Rechnung schon nicht mehr aufgehen. Apple rechnet den Preis für das günstigste iPad auf 479 Euro runter, Amazon rechnet das Kindle dagegen auf 99 Euro hoch.

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