Apple macht Schule: mit iBooks 2 und iBooks Author in die Bildungsoffensive

20.1.2012 von
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Apple hat am Donnerstag die iPad-App iBooks 2 und die Mac-Anwendung iBooks Author vorgestellt. Mit ihnen will der IT-Konzern eine komplett neue Art von Lehrbüchern für Schüler und Studierende erschaffen.


Apple will sein iPad zur Standard-Ausstattung an Schulen und Hochschulen machen. Statt kiloweise veraltete Lehrbücher sollen Schüler und Studierende demnächst nur noch das Tablet mit dem Apfel-Logo in ihren Ranzen tragen. Die benötigten Schulbücher haben sie natürlich in digitaler Form dabei. Neben dem geringeren Gewicht wirbt Apple auch damit, dass sich die Textbooks, wie sie in den USA heißen, so leichter und günstiger aktualisieren lassen würden.

iBooks 2 zeigt interaktive Lehrbücher an

Die App iBooks 2 für das iPad steht kostenlos zum Download im App Store bereit. Sie dient als virtuelles Bücherregal. Mit ihr können nicht nur Erstklässler und Erstsemester im angeschlossenen iBookstore Bücher für Unterricht und Studium kaufen und verwalten.

In der neuesten Version unterstützt iBooks 2 auch die neuartigen Textbooks, die nicht nur Texte und Bilder, sondern auch interaktive Elemente wie Diagramme, Videos, Fragen mit Multiple-Choice-Antworten und bewegliche 3D-Objekte enthalten. In den Büchern lassen sich Stellen markieren und Notizen verfassen. Letztere wandelt die Anwendung automatisch in Lernkarten um.

Einfache Erstellung von Textbook

Textbooks kann jeder mit der neuen, ebenfalls kostenlosen App iBooks Author auf einem Mac erstellen. Mit dem auch ins Deutsche übersetztem Programm lassen sich in einem “What you see is what you get”-Editor Bücher unkompliziert layouten – inklusive interaktiver Elemente.

Der fertig gestaltete Lesestoff lässt sich direkt in den iBookstore einstellen und sobald der Autor Geld verlangt verdient Apple mit seiner kostenlosen Software. Als Alternative stehen immerhin noch die nicht interaktiven Formate PDF und TXT zur Verfügung, die sich auch auf anderen Geräten als dem iPad anzeigen lassen.

In den USA hat Apple bereits die drei größten Schulbuchverlage – die nach eigenen Angaben 90 Prozent aller Titel anbieten – als Partner gewinnen können. Mit Preisen von bis zu 14,99 Dollar sind die digitalen Textbooks allerdings nicht günstiger als ihre gedruckten Ausgaben.

Deutsche Schulranzen bleiben schwer

Zwar sind die Apps und das iPad auch hierzulande verfügbar, doch Apples Bildungsoffensive zielt bisher nur auf die USA ab. In Deutschland gibt zwar schon einige iPad-Klassen, doch bis sich digitale Schulbücher hier durchsetzen können, dürfte noch einige Zeit verstreichen.

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